die Stimme ist immer noch weg bzw. gleicht einem holländischen Raben in den letzten Stunden seines Todekampfes. Da fahren wir also ohne die Tulpen nach Rio und werden Weltmeister – als erste Europäer auf südamerikanischem Boden. Aber Vorsicht: Die Gauchos machen die Räume sehr eng. Die, die wir eigentlich so dringend benötigen. Da wird keine brasilianische Schülermannschaft daherkommen.

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Kurz nachdem die Flagge am Lagoa Santa – 30 km nördlich von Belo – gehisst wurde, hat sich auch Mühli wieder angefunden. Fast hätte die oberste Truppenleitung wieder Trottelpunkte vergeben müssen: Havana läßt man nicht im Handgepäck beim Umsteigen. Zum Glück nehmen’s die Paulistas nicht so genau mit der Kontrolle. Da sich auch im Ort selber das ersehnte Erfrischungsgetränk anfand, wurde es eine recht gesellige Veranstaltung.

Raffi, Mühlis super netter Herbergsvater, hat uns dann am nächsten Morgen Richtung ehrwürdigen Estádio Mineirão gefahren. Auf dem Bild nicht zu sehen – wir blicken Richtung Mineirinho, dem kleinen Bruder sozusagen. Leicht gespannte Stimmung und immer wieder gelbe Horden, die beim Anblick unserer Fahne irgendwas von „nach Hause“ singen.

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Da hat der Meister persönlich erst mal dem Staatsfernsehen ein Interview gegeben und die Sachen ordnungsgemäß zurechtgerückt. Klaus hat übersetzt – vielleicht auch interpretiert ?! Die brasilianische Bierkultur erreichte mittlerweile ungeahnte Höhepunkte: Bierdosen gefroren.

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Mit Helmut, der Fanzeitung des FCN, Neymar-Pappe und viel Brahma ging’s ins Stadion. Da wird doch der Höwedes beim Anblick der gelben Wand sicher Achten laufen. Und bei Dante haben wir bestimmt doch noch einen gut. Özilwetter – alles wird gut.

Özil ist hier zum geflügelten Wort geworden und wird bei jeder Arbeitsaufforderung irgendwie grammatikalisch mit eingebaut. Vertreten waren wieder Ilha Grande, Reiseleitung Rio, Reiseleitung Belo, Mühlis kanadischer Mitbewohner und Ostseefohlen selbstredend.

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Jetzt mussten nur noch die Sicherheitskräfte eingenordet werden.

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Anfänglich hatte es die schwarz-weiße Enklave natürlich etwas schwer im gelben Rund. Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein mal Bierholen, das war’s. „ohne Deutschland ist hier gar nix los“ und aus Vamos ala Playa wurde Rio de Janeiro. Noch nie hat der deutsche Block so ehrlich und zufrieden einen Gegentreffer gefeiert. Ist das eigentlich die 8, die da rennt … kann doch eigentlich nicht sein, oder ?

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Nicht zu toppen ? Denkste ! Als eine Gruppe Brasilianer nach dem Spiel unsere Fahne analysierte sprang eine junge Frau hervor und deutete wild gestikulierend auf ihren kleinen schwarzen Rucksack. Mit Borussia-Raute, unfassbar !

Endspiel Rio erreicht – jetzt heißt es wieder verstärkt Akku aufladen und Kräfte sammeln. Ab Richtung Favela. Die ersten Tixx sind bereits eingesammelt und es wird noch an der Zusammensetzung der Fangemeinde gebastelt. Mal sehen, was der FIFA Server und die Automaten am Flughafen noch so hergeben … Brasilia wäre gerade verfügbar.

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